Helfer



Egal von welcher Stelle wir etwas betrachten, es geht uns immer etwas verloren.
Sehen wir einen Film zwei oder drei Mal wird es spannend, weil wir die Kleinigkeiten erkennen. Wir sehen nicht nur die Handlung, sondern auch alle Details ganz genau. Es gibt kein daneben und kein dahinter, es gibt nur das Bild.
So gehe ich meinen Weg ohne Wiederholungs-Taste, aber mit dem Wissen, dass mir manchmal
etwas verloren geht. Das Wissen, dass mein Blickwinkel nicht groß genug ist, um das ganze Bild aufzunehmen.
Wie schön ist es dann, wenn jemand da ist der dir sagt:
"Du hast auf deinem Weg etwas verloren!"
Und es dir dann noch mit beiden Händen überreicht.

DANKE DEN KLEINEN HELFERN

Putzen




Da habe ich mir mal ein bisschen Hilfe geholt.
Frau kann ja nicht alles alleine machen!

Da sindse doch!

Blasmusik


Es war zu der Zeit als es für Musik noch eine B-Seite gab.

Meinem Sohn sagte ich: "WER A SAGT MUSS AUCH B HÖREN"
"HE?" "WAS?" hat er gefragt. "Eine Schallplatte hatte früher eine B-Seite." habe ich gesagt. "NE," "Wie das?" "Geht doch gar nicht!"...
Die Zeiten haben sich verändert.

Es ist schon lange her, da haben wir Platten auf einem Plattenspieler gespielt.
Besonders sonntags, da wurde die Blaskapelle (Egerländer hießen die Musikanten, soweit ich mich erinnere) aufgelegt und der passende Hut aufgesetzt. Jetzt fingen die Gummi-Knie von meinem Vater an zu wackeln. Sein Körper nahm den Takt auf und wir drei Mädels waren vor Ihm nicht sicher. Wir mussten einen Schieber (TANZ) durch die Wohnung mit Ihm wagen. Es war ein Spaß, es war eine Freude. Ich habe diese Stunden
so geliebt.

Vielleicht verspürte ich deswegen so eine Freude als mein Sohn Posaune spielte.
Dieses glänzende Instrument in seinen kleinen Händen und diese strahlenden Augen.
Mein Herz wurde immer ganz warm. Selbst wenn aus dem Instrument mal ein falscher Ton heraus kam. Schade, dass er nicht mehr in diesem Orchester spielt. Es
war wohl zu sehr nur mein WUNSCH. Immer wenn ich mal bettele, sagt er: "Nein bestimmt Mutti, ich möchte nicht mehr spielen!" Dafür wagt er schon mal ein Tänzchen mit mir.

Wie wach sind bei diesem Spaß, die Erinnerungen an meinen Vater.

Laufen




Habe ich mir so vorgenommen die Stöcke zu entstauben.
Nicht, dass ich nicht meine Runden drehe, aber
Herz-Kreislauf kommt da wohl kaum auf seine Kosten.

Dann sehe ich einen Baum. Hallo du, was willst du mir
sagen?

Wald!
Zärtliche Rufe.
Sonnenstrahlen.
Jene behutsamen Streicheleien,
die durch die Luft zu dir kommen.
Unsichtbare Füße, die in eine bestimmte Richtung zeigen.
Fest verwurzelt, doch bereit große, weite
Wege mit dir zu gehen.


Oppi

Mit einem Augenzwinkern!

Söhne - Ich


Ich bin eine typische Glucke. Gerne hätte ich alle Fäden in der Hand und könnte
damit die Wege steuern, die meine Söhne einschlagen.
Die Beiden sind ganz wilde und es ist schon passiert, dass ich an der Schule antreten
muss, weil einer von den beiden etwas angestellt hat. Aufmüpfig sind sie beide hin und wieder.
Aber dann ist da die Zeit wo einer sagt, ich solle mich doch setzten, was für einen
Wunsch ich hätte, vielleicht einen Kaffee oder ein Plätzchen. Eine kleine Rückenmassage könnte er mir geben. Bitte Mutti es würde spaß machen.
Gerade haben wir gegessen und beide lassen die Teller stehen und gehen. Ich rufe:
"Bitte die Teller wegräumen und bleibt auch noch etwas bei mir sitzen!" „Mutti, wenn wir nicht mehr hier wohnen bist du alleine, also gewöhne dich schon mal daran.“ kommt es vom Großen.
Wie Recht du hast mein Sohn, wie schade dass man sich so langsam, so bewusst trennen muss!

Ich zwinge die fette Fliege ins Netz
Und stopfe den Frosch ins
Angesicht seiner Feinde
Ich rate ja
Nicht zu beten
Und rate Ihnen gut
Die Liebe?
Die Liebe ist hart
Das ist alles über die
Liebe
Ich half den Fliegen fliegen
Ich warnte die Frösche vor Störchen
Die Bäume vorm Wald die
Hand vor der Faust
Ich Idiotin.

Unentschuldigt gelebt
Frederike Frei

Der Maulwurf



Jetzt muss ich aber Lachen!

Bauchgefühle


Puste an der Pusteblume und schicke deine Wünsche auf die Reise.
aus FERNENOSTEN





Ab und zu entscheide ich einfach aus dem Bauch heraus.
Die Arbeit wird sich verändern, sagt unser Teamleiter.
Vielleicht werden wir umziehen, vielleicht bekommen einige
einen neuen Job, der eine oder andere muss gehen, Vorruhestand,
Arbeitszeitverkürzung und und und
Es steht vieles im Raum, viele ungelöste Fragen, viele persönliche
Entscheidungen sind zu treffen.
Beim neuen Job müsste man 2 Stunden mehr Fahrt in Kauf nehmen.
Vieles gibt es abzuwägen. Es ist noch Zeit, man redet von zwei oder drei Jahren.
Nun sind zwei Jahre um, eigentlich habe ich mir schon Gedanken gemacht aber
eine Entscheidung fehlt noch. Es ist doch so schwer eine Veränderung in Kauf zu nehmen. Schließlich und endlich sind wir Gewohnheitstiere und man läuft gerade so schön in der Spur. Also es ist ja noch Zeit.....
Dann kommt der Moment der Entscheidung und wir stehen da und sind überrumpelt.
In Wahrheit hat man schon längst, so aus dem Bauch heraus gesagt was man will.
Vielleicht hat man auch schon darüber gesprochen. Zum Beispiel "Ich kann unmöglich
weiterhin fünf Stunden täglich arbeiten gehen."
Das ist doch schon was!?
Dann kam schon mal, einfach so:"Ich würde gerne noch ein bisschen mehr Zeit für mich haben." Da, wieder hat man eine Bauchentscheidung getroffen.
Höre dir genau zu Petra, dann siehst du ganz klar wie du dir dein Leben vorstellst.
Und dann musst du dich gar nicht auf das Hätte-wäre-wenn-Spiel einlassen.

Motorrad



Mit dem Motorrad sind wir nach Italien, Spanien und zur Türkei gereist. Es war wunderschön. Leider hatte ich zu der Zeit noch keinen Führerschein und war immer Sozius, das ist sehr ermüdend. Tatsächlich bin ich hin und wieder in einen Sekundenschlaf gefallen und das ist sehr gefährlich. Also beschloss ich einen Führerschein zu machen............

Seit frühster Kindheit habe ich mich hin und wieder für den Zusammenstoß mit einer Laterne entschuldigen müssen. Ich wollte immer sehr schnell ans Ziel und plötzlich
plong, hatte ich den Mast einer Laterne im Arm und eine schöne Beule am Kopf.
Erlebnisreich war es mit mir Fahrrad zu fahren. Papi immer vorweg und Petra brav hinterher. Papa wurde schneller und Petra auch. Mein Blick immer auf Papa und ordentlich in die Pedale getreten. Huch, wo kam bloß dieses parkende Auto her?
Bruch und platsch, da lag ich der Länge nach auf der Straße. Sollte so jemand einen Motorradführerschein machen? Jup, sollte er, denn es gab einen jungen Mann, der auch gerne Motorrad fuhr und der ist heute mein Mann. Liebe ist schon was ganz großes und verbringt bekanntlich WUNDER. Ich bekam den Brief, wenn auch nach ganz v i e l e n Unterrichts-
Stunden. Ausflüge wie mit Papa gab es ähnliche. So fahre ich immer schön hinter Männe her, aber auch ein Profi verfährt sich mal und muss eine Wende fahren.
Ich habe es geschafft mich unter all dem Motorradblech zu begraben. Bin einfach in der Wende umgekippt. :-( Mir ist nichts passiert, ich hatte einen freundlichen Autofahrer der mich befreit hat. Mein Liebster hat mein Fehlen erst an der nächsten Kreuzung bemerkt. Gott sei DANK!

Reisende







Habe ich schon von unserer Baghira erzählt. Dieser wunderschöne schwarze Kater, der eine kurze Zeit unser Leben versüßt hat. Wie schön war es mit ihm vor der Glotze zu sitzen. Er lag zwischen meinen Beinen auf dem Sofa und schnurrte, dass mein Körper dieses vibrieren spürte. Dieses magische, diese unsagbare Ruhe die er übertragen konnte, obwohl er ein Hansdampf in allen Gassen war.
Ich hoffe es geht im gut wo er sich jetzt Rumtreibt, dieser Lümmel.
Ein Jahr habe ich es geschafft ihn in der Wohnung zu halten, dann hat er sich nach und nach immer mehr Freiheit genommen. Erst war es nur der Garten, dann Nachbars Garten und so ist er aufeinmal von seinen Tagesreisen nicht nachhause gekommen.
Vielleicht, wenn er viel Zeit hat, kommt er uns nocheinmal besuchen. Ich hoffe doch er weiß wo seine Kinderstube war. Des nachts, wenn ein Kater draußen schreit, öffne ich das Fenster und schaue hinaus. Er ist jetzt im vierten Jahr auf der Walz.

Die Spuren deiner Krallen
in der Wohnung,
habe ich noch nicht alle beseitigt.

Danke für die Zeit, die du bei uns verbracht hast.

Kochgespräche



"Mutti." "Ja, mein Sohn."
"Mutti, gehst du zur Hochzeit der Nachbarn?"
"Nein."
"Aber du hast doch das Porzellan am Polterabend geschmissen."
"Ja, zum poltern lädt man auch nicht ein."
"Mutti!" "Jaaaa!", ich rühre in meinem Kochtopf und haue auf die kleinen Finger,
die immer den Deckel vom Topf in die Höhe heben.
"Mutti, war das den gutes Geschirr?" "Nein, nur Geschirr mit ab gesprengten
Ecken!"
"Ha, super Idee!" "Wir sammeln immer und am Polterabend schmeißen wir das gesammelte, angeeckte Geschirr, einfach auf die Straße."

ERWISCHT!

Maria



Gott konnte meine Großmutter Späße machen, die waren so trocken wie ein
Furz. Tradition war bei uns das Kartenspielen, sobald vier Personen zusammen waren, was nicht schwer war, denn die Familie  war groß und wohnte in einem Haus oder auf der anderen Straßenseite, wie wir. Also wenn vier Leutchen zusammen waren, kam das Doppelkopf- oder das Skat-Spiel auf den Tisch. Jetzt wurden  Karten gezockt, bis in den späten Abend. Wir Kinder konnten zusehen und lernen. Besondere Beobachtung schenkten wir Maria, denn Sie hatte (ich glaube Hape Kerkeling hatte auch eine Maria) auf einmal schlimm im „Kreuz“, es „Pickte“ im „Herz“ oder das „Herz“ war bei jemanden auf dem „Rechten“ Fleck! Es wurde über Politik und das ganze Weltgeschehen gesprochen, sodass diese kleinen Einflechtungen von ihr, nur dem gutem Zuhörer etwas sagten. So lernten wir, wenn wir gut aufpassten, das Schummeln mit dem dazugehörigen Pokergesicht! Himmel liebe ich diese
Frau, mit dem Sauerkrauthaar und den Kämmchen rechts und links hinter ihren Ohren. Sie hatte fleißige flinke Finger, trällerte gerne ein Liedchen, einen geschulten Blick auf die Straße durch ihr Küchenfenster und liebte Kaffeeklatsch. Sie liebte es zu Baden und ich liebte den Geruch dieser grünen
Tabletten, die ins Badewasser kamen. Für Sie war die Waschmaschine die größte und beste Erfindung aller Zeiten. Sie rödelte jeden Tag. Wenn mal keine Zeit zum Bügeln war und die Wäsche schon längere Zeit im Körbchen ruhte, wurde einfach alles noch einmal in diese tolle Maschine gestopft. Leider hat Sie mich mit 14 verlassen. Sie kam aus dem Krankenhaus und
sagte zu mir. „Schatz komm mal zu mir.“ „Ja, Omi“ „Schatz ich muss wieder ins Krankenhaus und dann komme ich nicht zurück.“ „Nein, Omi“, habe ich gesagt, „du kommst schon zurück und alles wird gut!“
Sie kam nicht zurück.

Haben



Da sitze ich um 6.30 Uhr am Frühstücktisch. Der Große trudelt zu erst ein, schnappt sich das
Angebotsblättchen aus der Tageszeitung und sagt;“ Hier endlich, dieses Fotohandy ist mein!“ „Wie“ sage ich über die Pausenbrote gebeugt. „Ja, hier nur 40 EUR teuer er als mein
Altes.“
Altes, das ist wohl etwas, was nur angehende Männer verstehen. Ich habe noch mein erstes Handy, eigentlich benutze ich es fast nicht und wenn ich es mal brauche, ist meistens der
Akku leer. Mein Sohn hat bereits das Dritte. Gut, Zweie sind bei einer Wäsche buntes von mir getötet worden. Meine Schuld. Da stolpert der Kleine die Treppe herunter. „Handy“
„Ich habe doch wohl ein neues Handy verdient, bei mir ist der Lautsprecher f a s t defekt.“
„Okay“, sage ich. „Schreibt Vater einen Zettel, vielleicht besorgt er ja welche.“ „Aber schreibt dabei, dass ihr das Geld gespart habt.“
Mittags kommen wir nach hause. Vater hat ein Handy besorgt. Was da los war könnt ihr euch sicher vorstellen, endlose Diskussionen, wer nun dringender dieses Ding benötigt.
„Das passiert mir nicht noch einmal“, verkündet mein Gatte, “ So was Verrücktes, ihr wollt nur alles haben was ihr seht!“
Jup, denke ich und fahre los um noch eines zu besorgen. Leider sind bereits alle Handys ausverkauft, wie schrecklich. Zwei schreckliche Tage mit einem Handy, welches hin und wieder, wegen starker Argumente den Besitzer wechselt. Dann ruft der nette Verkäufer an, es kam noch eine Lieferung, woher auch immer, egal, der Seelenfriede kehrt in unser Heim zurück.
Gestern sieht mein Mann den tollen Fernseher im Angebotsblättchen. Verstohlen frage ich
„Brauchen wir den einen?“ „Tolle Sache“ sagt er, „Ich fahre mal und schaue mir das Teil an.“
„Okay, sage ich!“ leider war der Fernseher noch nicht im Geschäft, da fährt man doch glatt heute noch mal. Den Fernseher kann man dann wie ein Bild an die Wand hängen. Ich schaue schon mal nach einer geeigneten Stelle. ;-)
Da ist mein Herzallerliebster wieder, er hat dann schon mal angezahlt, denn der Vorrat war bereits verkauft!

Treppen



Immer wieder laufe ich in meinem Trampelpfad den ich seit Jahren mit meinen Füßen
eingestampft habe, zur Arbeit und zurück nach hause. Da stehe ich plötzlich auf der Rolltreppe, die ihre Fahrt nicht wie gewöhnlich aufnimmt und falle fast, mir wird schwindelig und ich trete schnell einen Schritt zurück. Diese Treppe wird noch einmal mein Verhängnis. Erst letztes Jahr bin ich hier auf meinen Po (Gott sei dank habe ich genügend davon!) heruntergerutscht.
Immer den Gedanken bei mir, rutsche gerade sonst hast du ganz schöne Beulen.
So hoppelte ich pong, pong mit meinen Hintern eine Stufe nach der anderen hinunter.
(Ich hatte Glück und keine Zuschauer!)
Da hatte ich mal einen blauen Streifen-Po. Diese schönen blauen Rillen hätte man im
Bild festhalten sollen. Ein für alle Mal werde ich diese Rolltreppe meiden, den das Hinabsteigen von Treppen kann doch nicht mein Problem sein!?

Gewonnen






Da habe ich den Geburtstagstisch schön gedeckt mit dem Pünktchen-Service.
Ich habe auch einen Käsekuchen gebacken, schaut genau hin.
Dieser muss immer, bei jedem Geburtstag, auf dem Frühstückstisch stehen, mit einer Kerze versteht sich.
TRADITION
Da ist in der Post eine Karte für mich und nicht für Sohnemann.
Er wird heute 12 Jahre und sammelt die Post ein, wegen seiner Geburtstags-Karten.
Aber das ist meine Post. TRALA
Wie Ihr sehen könnt ist noch ein wunderschönes Lesezeichen dabei.
Meine Baghira. Danke liebes Morgensternchen http://galerie-morgenstern.blogspot.com/, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Und auf die Frage:
und wo bleibt der Schampus? Zumindest der virtuelle!?

Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren!

Bitte nicht groß werden!













Bin ich zur Kur hier!
Ich hatte kein Heubad bestellt!

Sehen und Verstehen

Meine kleine süße Kusine hat eine Fee in ihrem Garten gesehen.
http://tuffig.blogspot.com/Was soll ich sagen, ich steige aus der U-Bahn und da sehe ich Sie.
Ich habe gelesen sie können sich unsichtbar machen.
Diese glaubte sich wohl in Sicherheit, allerdings hatte sie keine Flügel.
Die kleinen, spitzen Öhrchen kamen unter den pechschwarzen Haaren hervor.
Es war eine sehr zarte Person, sie schwebte zur U-Bahn.
Die Haut war klar und rein, die Augen ein wenig schräg. So stelle
ich mir eine Elfe vor. Sie stieg in die U-Bahn und ich ging zur Rolltreppe.
Wie gerne hätte ich mich noch einmal zu Ihr umgesehen, aber so neugierig wollte
ich nicht sein. Jetzt gehe ich spazieren und passe gut auf, vielleicht zeigt Sie sich ja
noch einmal.

Übertreiben

Wenn wir Vorbilder haben oder Menschen, die etwas anders gemacht haben als wir, fangen wir an zu übertreiben. Ja, so wie dieser Mensch es ...